Wie schnell manche Menschen auf der Suche nach Wahrheit als “krank” titulieren….

von Liz Collet

Das kann man nicht nur, aber mit einigem Befremden in dieser Reportage hören und sehen, in der es um eben diese Suche nach der Wahrheit geht. Eine nach wie vor und erneut sehenswerte Reportage (Deutsche Erstausstrahlung: So 29.04.2012 ZDFinfo), in der nicht nur befremdet, dass und wenn man von einem der leitenden Ermittler ein Angehöriger als “krank” bezeichnet wird, dem es nicht gleichgültig ist, wer seinen Vater seinerzeit tatsächlich ermordete.

Für den es nicht nur eine Rolle spielt, dass sein Vater ermordet wurde. Sondern auch von wem.

Wie mutet es an, dass es für einen der leitenden Ermittler offenbar keinen Unterschied macht, wer es war?

Dass das ermittelt und geklärt wird. Der nicht einmal Hemmung verspürt, das Bedürfnis eines Angehörigen nach rechtlicher und auch juristischer Klärung und Strafverfolgung nicht nur mit einem “Krankheitswert” beim Angehörigen zu “diagnostzieren”. Sondern es als den Ruf des ermordeten Vaters beschädigend zu bezeichnen. Den Ruf, das Ansehen, das “Lebenswerk des Vaters”, eines Generalbundesanwaltes kann, soll beschädigen, dass sein Sohn (mehr, hartnäckiger als Strafverfolgungsorgane und Ermittler und Justiz?) an eben dieser Klärung und Ermittlung von Täter und Tat festhält? So zu hören von Wolfgang Steinke, welcher 1977 BKA-Abteilungspräsident war (hier ab Min. 29:36 zu sehen).

Mancher könnte eher derlei Aussagen als Symptom ansehen, an denen Ermittlungen, Tat- und Täterklärung “krankten”: Dass es als “krank”, als Störfaktor wahrgenommen und mit Krankheitswert verbunden wird, wenn es manchen Menschen ernsthaft um die Wahrheit gehen könnte. Bei der Ermittlung von Straftaten und ihren Tätern ...

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