Rezension: Surveillance, Capital and Resistance

von Christian Wickert

In Kooperation mit dem Surveillance Studies Blog veröffentlicht Criminologia Rezensionen von Bücher aus den Bereichen Überwachung & Kontrolle und Kriminologie.

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Titel: Surveillance, Capital and Resistance. Theorizing the surveillance subject. AutorInnen: Michael McCahill & Rachel L. Finn Jahr: 2014 Verlag: Routledge ISBN: 0415688639

Diese Rezension wurde verfasst von Sylvia Kühne, Hamburg.

Es ist vor allem dieser Untertitel des 2014 in der Reihe Routledge Studies in Crime and Society erschienenen Buches: „Surveillance, Capital and Resistance“, das aufmerksam macht: „Theorizing the surveillance subject“. So ist zwar die Rede von der Überwachungsgesellschaft allgegenwärtig – dass in ihr Menschen leben, sich ins Verhältnis zu den mittlerweile zahlreichen Technologien der Sicherheit und Kontrolle setzen, sich ihnen gar widersetzen, hat in den Surveillance Studies, deren gemeinsamer Kern die Auseinandersetzung mit den Bedingungen und Konsequenzen von Überwachung ist, zwar in den vergangenen Jahren durchaus Beobachtung gefunden, wurde aber selten auch empirisch bearbeitet.

Michael Cahill und Rachel L. Finn, die mit diesem Buch die Ergebnisse ihrer vom Economic and Social Research Council geförderten Studie (2008-2010) vorstellen, tun dies und nehmen dabei ihren theoretischen Ausgangspunkt von der Frage, wie das Erleben von Subjekten, welche in unterschiedlichem Maß Formen der Überwachung ausgesetzt sind, nicht nur beschrieben, sondern verstanden werden kann.

Dabei ist es ihr erklärtes Ziel nicht der in den Surveillance Studies dominanten Lesart von Michel Foucaults „Überwachen und Strafen“ anheimzufallen, in der bereits aus der Logik des Wirkens der Technologien das Handeln der so als „fügsam“ (Coleman/ McCahill 2011) entworfenen Subjekte bestimmt wird ...

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