Posthume Vaterschaftsanfechtung – und die Beerdigungskosten der unbekannten Tochter

Ein Vater hat nicht die Kosten der Beerdigung seiner “Scheintochter” zu zahlen, wenn er erst mit den angefordertem Begräbniskosten von ihrer Existenz erfahren hat und nachweislich keinen Kontakt mit der Mutter des 1967 geborenen Kindes seit 1965 mehr hatte.

In dem hier vom Amtsgericht Hannover entschiedenen Fall hatte ein Mann einen Antrag auf posthume Vaterschaftsanfechtung gestellt, um nicht die Beerdigungskosten seiner angeblichen Tochter zahlen zu müssen. er Antragsteller ist lange Zeit als Matrose, bzw. Maschinist zur See gefahren. Zum Zeitpunkt der Zeugung seiner Tochter zwischen Dezember 1966 bis April 1967 befand er sich ausweislich seines Seemannbuches auf großer Fahrt. Die Tochter wurde im Oktober 1967 geboren, zu diesem Zeitpunkt lebten der Antragsteller und die Mutter bereits getrennt, von der Geburt “seiner” Tochter erfuhr der Antragsteller zunächst nichts. Erst als die Stadt Frankfurt a.M. am 14.5 ...

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