Neue Aussenlandeverordnung per 1. September 2014 in Kraft getreten

Die vom Bundesrat am 14. Mai 2014 verabschiedete Aussenlandeverordnung (AuLaV; SR 748.132.3) trat am 1. September 2014 in Kraft und löst die in der Vergangenheit jährlich ausgestellten Bewilligungen für Aussenlandungen ab.


Alte und neue Regelung


Bei den sogenannten Aussenlandungen handelt es sich um Abflüge und Landungen ausserhalb von Flugplätzen, welche fast ausschliesslich durch Hubschrauber erfolgen. Aussenlandungen werden durch Art. 8 des Luftfahrtgesetzes (LFG; SR 748.0), Art. 85–91 der Luftfahrtverordnung (LFV; SR 748.01) und insbesondere Art. 50–58 der Verordnung über die Infrastruktur der Luftfahrt (VIL; SR 748.131.1) geregelt. Die darauf bauende Praxis operierte mit einer generellen vom Bundesamt für Zivilluftfahrt erteilten Aussenlandebewilligung, die in der Regel auf ein Jahr befristet war und danach erneuert werden musste. Zu über 90 % betrafen diese Bewilligungen Hubschrauber. Pro Jahr wurden ca. 480 Jahresbewilligungen erteilt. Die Bewilligungen berücksichtigten die Anforderungen des Umwelt- und Raumplanungsrechts nur unzureichend, insbesondere wurden keinerlei Einschränkungen für Aussenlandungen für nationale Schutzgebiete gemacht. Zudem fehlten aus raumplanerischer Sicht Vorgaben zur Nutzungsintensität und zur Zulässigkeit von Bauten auf Aussenlandestellen.


Mit der AuLaV entfallen die jährlich erteilten Bewilligungen für Aussenlandungen und es wird eine bessere Integration der Umwelt- und Raumplanungsaspekte ermöglicht. Letzteres führt zwar zu neuen Einschränkungen, aber auch nach Inkrafttreten der AuLaV wird die Schweiz, im Vergleich zu den Nachbarländern, über eine liberale Regelung verfügen. Das Ziel war eine Verordnung, welche die Anliegen der Luftfahrt, der Umwelt und der Raumplanung sachgerecht aufnimmt, aufeinander abstimmt und angemessen regelt ...

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