Entfaltet die ärztliche Dokumentation eine positive bzw. negative Indizwirkung?

von Jan Willkomm

Diese Frage hatte das Kammergericht Berlin in einem Urteil vom 10.01.2013 zu beantworten (Az. 20 U 225/10).

Das Gericht bestätigte, dass der ärztlichen Dokumentation grundsätzlich eine Indizwirkung zukommt. Demnach indiziert sie in der Regel, dass darin genannte Behandlungsmaßnahmen durchgeführt wurden, andererseits unterblieben waren, wenn die entsprechenden dokumentationspflichtigen Tatsachen in der Dokumentation nicht erwähnt werden.

Diese Richtigkeit und Vollständigkeit der Dokumentation kann nach Ansicht des Gerichts jedoch nur gelten, wenn die Dokumentation zeitnah zur Behandlung angefertigt wurde. Wenn dies nicht der Fall ist, greift die Indizwirkung nicht ...

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