Dann besser gleich heiraten

von Gerfried Braune

Die Frankfurter Rundschau hat am 30.09.2014 einen Artikel “Rechtstipps für nichtverheiratete Paare” veröffentlicht. Diesen Artikel sollten eigentlich alle lesen, die sich in einer Partnerschaft ohne Trauschein befinden. Es zeigt sich, dass unser Eherecht eigentlich nicht schlecht ist. Die im Eherecht festgelegten Folgen treten (zumindest zum größten Teil) automatisch mit der Eheschließung ein. Bei einer nichtehelichen Partnerschaft muss man die eigenen Vorstellungen von Gerechtigkeit durch individuelle vertragliche Vereinbarungen ersetzen. Oder man lässt es, weil man hofft, dass die/der Partner/in nicht merkt, dass man die eine oder andere Folge des Eherechts gerade nicht möchte.

Sowohl bei einer nichtehelichen Partnerschaft als auch bei einer Ehe sollten sich beide Partner der rechtlichen Folgen bewusst sein. Das Eherecht geht von einem angemessenen Interessenausgleich bei Scheitern der Ehe aus. Daraus folgen Rechte (Sorge- und Umgangsrecht für gemeinsame Kinder, Zugewinn- und Versorgungsausgleich, Unterhaltsansprüche) und Pflichten (Teilen des Sorgerechts mit der/dem Partner/in, Umgangsrechte der/des Partners/in, Zugewinn- und Versorgungsausgleich, Unterhaltsverpflichtungen). All dies gibt es zunächst bei nichtehelichem Zusammenleben nicht. Man kann einfach Tschüs sagen und gehen. Die Trennung wird aber sicherlich dadurch nicht einfacher. Wenn es keine vertraglichen Regelungen gibt, wird es schwierig, Vermögensverschiebungen zu korrigieren, die Gelder, die man in das Haus der/des Anderen gesteckt hat, wieder herauszubekommen ...

Zum vollständigen Artikel


Cookies helfen bei der Bereitstellung unserer Dienste. Durch die Nutzung erklären Sie sich mit der Cookie-Setzung einverstanden. Mehr OK