Wenn der Auto-Spucker dem Richter eine Rechnung stellt

von Stephan Weinberger

Es war nicht das erste Mal, dass ein 46-jähriger Mann aus Lechhausen das Auto seines Nachbarn bespuckte. Mehrmals fuhr der Angeklagte mit seinem Rad am Auto des Nachbarn vorbei und lies dabei eine nicht geringe Menge an Spucke auf das geparkte Auto des Nachbarn niedergehen.

Sein Nachbar sagte vor Gericht aus, dass sich die Spuck-Attacken schon seit längerer Zeit regelmäßig – fast täglich – wiederholen, jeweils zur gleichen Zeit, nachmittags gegen 15 Uhr. Vom Balkon seiner Wohnung aus habe er das Geschehen beobachtet und jeden einzelnen Vorfall mit Uhrzeit und Tag auf einer Liste festgehalten. Zweimal fertigte er darüber hinaus mit seiner Handykamera Filmaufnahmen der Vorfälle an.

Es folgte der Strafantrag des Nachbarn, und der Strafbefehl für den Täter, der aber hiergegen mit einer obskuren Begründung Einspruch einlegte. Er schloss sich der Argumentation sog ...

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