Sänger einer Neonaziband arbeitet als Richter in Bayern?

Die Voraussetzungen, um in Deutschland zum Richter auf Probe ernannt zu werden, sind nicht nur in Bayern ausgesprochen streng. Es bedarf überdurchschnittlicher Examensergebnisse und entsprechender „soft skills“, also persönlicher, sozialer und methodischer Kompetenz. Zu denen gehört nach dem Anforderungsprofil auch die Verfassungstreue, die offenbar bislang nur recht nachlässig überprüft wurde, sollte der Bericht der Abendzeitung zutreffend sein.

Seit einem Jahr als Familienrichter am Amtsgericht Lichtenfels

Danach soll Maik B., der seit etwa einem Jahr als Familienrichter auf Probe am Amtsgericht im oberfränkischen Lichtenfels tätig ist, auf eine äußerst rechte Vergangenheit zurückblicken. Nach Angaben des bayrischen Justizministeriums stehe er im Verdacht, als Sänger der Neonazi-Band „Hassgesang“ im brandenburgischen Teltow der rechtsextremistischen und antizionistischen Ideologie verschrieben zu sein. Seit Jahren würde die Band im brandenburgischen Verfassungsschutzbericht auftauchen und ihr Frontmann den brandenburgischen Sicherheitsbehörden „als aktiver Rechtsextremist bekannt“ seien.

Ein Neonazi im Amtsgericht Lichtenfels als Proberichter tätig? // Foto: Tors / Wikimedia Commons (CC BY-SA 3.0)

Die Liedtexte von „Hassgesang“ sind deutlich: “Adolf Hitler, du machtest es uns vor! Adolf Hitler, Sieg Heil tönt zu dir empor”, heißt es in einem Lied. In einem anderen: “Heilig sei allen Völkern der Befehl, Atomraketen auf Israel”. Als Urheber dieser Texte gilt Maik B., der die Hassgesänge im Studio meist allein einspiele und sich dann für Live-Auftritte lediglich passende Musiker suche ...

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