Klimaschutz und Kraftstoffe: Alles eine Frage der Qualität

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Unsere Stra­ßen sol­len sau­be­rer wer­den. Das ist kein Slo­gan aus der Abfall­wirt­schaft, son­dern ein Vor­ha­ben der Euro­päi­schen Kom­mis­sion. Und der geht es in die­sem Zusam­men­hang nicht um die Müll­ent­sor­gung, son­dern um die Qua­li­tät von Kraft­stof­fen. Bereits 2009 hat man im Rah­men der EU-Klimapolitik die Kraft­stoff­qua­li­täts­richt­li­nie geän­dert: Der CO2-Gehalt von Kraft­stof­fen soll bis zum Jahr 2020 um 6 Pro­zent sin­ken, die Anbie­ter sol­len die Treib­haus­gas­in­ten­si­tät ihrer Kraft­stoffe den jeweils zustän­di­gen Behör­den anzei­gen. Bis­her fehlt aller­dings eine kon­krete Norm für CO2-arme Kraft­stoffe. Der erste Ver­such im Jahre 2011, eine sol­che Norm auf den Weg zu brin­gen, blieb wegen des Wider­stan­des ein­zel­ner Mit­glied­staa­ten erfolg­los. Jetzt, drei Jahre nach die­sem Ver­such und gut fünf Jahre nach der ent­spre­chen­den Richt­li­ni­en­än­de­rung will die Kom­mis­sion Nägel mit Köp­fen machen.

Der neue Vor­schlag beinhal­tet eine Metho­dik, wie sich die CO2-Intensität ver­schie­de­ner Kraft­stof­far­ten berech­net. Ben­zin, Die­sel, Flüs­sig­gas (LPG) und kom­pri­mier­tes Erd­gas (CNG) bekom­men jeweils einen bestimm­ten Stan­dard­wert, an denen sich die Anbie­ter der Kraft­stoffe ori­en­tie­ren müs­sen. Bestimmte Roh­öle, wie z.B. Ölsand, wei­sen eine deut­lich schlech­tere Öko­bi­lanz als andere auf. Durch die Ein­füh­rung der Stan­dard­werte müsste, wer mehr sol­ches Rohöl ein­setzt, dies in ande­ren Berei­chen kom­pen­sie­ren, etwa durch den Ein­satz weni­ger CO2-intensiver Roh­öle oder durch die Ver­wen­dung von Bio­kraft­stof­fen. Außer­dem sind stren­gere Regeln für die Mel­de­pflich­ten zur Treib­haus­gas­in­ten­si­tät vor­ge­se­hen: Die Anbie­ter berich­ten der zustän­di­gen natio­na­len Behörde, diese wie­derum gibt die Daten anschlie­ßend an die Kom­mis­sion wei­ter ...

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