Der Trick mit dem Kindergeld

von Eric Schendel

Nicht wenige Ehegatten laufen in die Kindergeldfalle.

Das staatliche Kindergeld wird nach der Trennung dem Ehegatten ausbezahlt, der das Kind / die Kinder in seinen Haushalt aufgenommen hat. Es steht zwar grundsätzlich beiden Elternteilen zu, die Auszahlung erfolgt jedoch zur Vereinfachung des Verwaltungsaufwands nur an einen Elternteil.

Der andere Elternteil, der das Kind nicht in seinen Haushalt aufgenommen hat, kann seine Hälfte des Kindergeldes mit dem Unterhalt verrechnen, den er für das Kind zu zahlen hat. Ist (ausnahmsweise) kein Kindesunterhalt geschuldet, ist dem anderen Elternteil seine Hälfte am Kindergeld vom bezugsberechtigten Elternteil monatlich weiterzuleiten.

Die Besonderheit liegt nun darin begründet, dass der Anspruch auf Auszahlung des Kindergeldes auch rückwirkend erhoben werden kann, regelmäßig rückwirkend auf den Zeitpunkt der Trennung. Der berechtigte Elternteil erhält dann eine rückwirkende Auszahlung des Kindergeldes.

Leben die Ehegatten beispielsweise schon seit vier Monaten getrennt und beantragt die Ehefrau nunmehr rückwirkend ab dem Zeitpunkt der Trennung das Kindergeld für die beiden Kinder, die seither in ihrem Haushalt leben, erhält sie die Summe von EUR 1472 von der Kindergeldkasse ...

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