Absatz von Blutzuckerteststreifen in Westfalen-Lippe – Wettbewerbsstärkung durch das Bundeskartellamt

von Liz Collet

Bei genauer Betrachtung stellt sich die Frage, ob es wirklich nur eine Wettbewerbsstärkung ist, die mit dem Einschreiten des Bundeskartellamtes erreicht wird oder werden soll. Oder nicht schon eine Wettbewerbswiederherstellung.

Der Gedanke liegt keineswegs fern, wenn Sie am Ende des vorliegenden Posts einen Blick auf die Zahlen erhalten, welche den Umfang des Wirkungsradius des Apothekerverbandes Westfalen-Lippe e.V. bei Verhandlungen und Vereinbarungen mit Krankenkassen mit in Betracht ziehen.

Der Apothekerverband Westfalen-Lippe e.V., Münster („AVWL“) hatte sich mit den wesentlichen Krankenkassen darauf geeinigt, dass die Versorgung von Patienten mit Blutzuckerstreifen bevorzugt über die Apotheken in Westphalen-Lippe erfolgen soll.

Zu diesem Zweck hatte er ein sogenanntes Steuerungs- und Beeinflussungsverbot der Krankenkassen mit diesen vereinbart:

Die Krankenkassen mussten insbesondere darauf verzichten, Ärzte und Versicherte zu beeinflussen, Blutzuckerteststreifen bei bestimmten anderen Anbietern direkt zu beziehen und nicht die Teststreifenversorgung über diabetologische Schwerpunktpraxen an Direktvertreiber auszusteuern.

Dadurch wurden die Absatzmöglichkeiten von Wettbewerbern, zu denen z.B. Direktversender oder Sanitätshäuser gehören, erschwert.

Eine Rechtfertigung für eine Exklusivität der Apotheken gibt es jedoch nach einer Stellungnahme des Präsidenten des Bundeskartellamtes Andreas Mundt nicht ...

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