Großes Potenzial, schwierige Rahmenbedingungen — BMWi veröffentlicht Gutachten zur Kraft-Wärme-Kopplung in Deutschland

© BBH

Kraft-Wärme-Kopplung hätte noch ein beträcht­li­ches Aus­bau­po­ten­zial – aber mit dem gegen­wär­ti­gen Kraft-Wärme-Kopplungs-Gesetz (KWKG) wird es kaum gelin­gen, die Aus­bau­ziele zu errei­chen. Zu die­sem Schluss kommt ein Gut­ach­ten, das das Bun­des­mi­nis­te­rium für Wirt­schaft und Ener­gie (BMWi) in Auf­trag gege­ben und jetzt ver­öf­fent­licht hat.

Ver­fasst wurde das Gut­ach­ten von einem Kon­sor­tium beste­hend aus der Pro­gnos AG, dem Fraun­ho­fer IFAM, dem Fraun­ho­fer IREES und der BHKW Con­sult. Es unter­sucht mög­li­che Poten­ziale der Kraft-Wärme-Kopplung (KWK) im Strom– und Wär­me­markt, nimmt eine Kosten-Nutzen-Analyse der Ein­satz­mög­lich­kei­ten vor und bewer­tet die Rah­men­be­din­gun­gen des KWKG. Zur Vor­stel­lung des Gut­ach­tens und Dis­kus­sion der Ergeb­nisse fand am Diens­tag, den 7.10.2014 ein Ter­min beim BMWi statt, bei dem eine Viel­zahl von Ver­bän­den ver­tre­ten war.

Gut­ach­ten zeich­net dra­ma­ti­sche Lage für KWK

Das Gut­ach­ten stellt die aktu­el­len Rah­men­be­din­gun­gen der KWK denk­bar kri­tisch dar. Der Anteil der in KWK erzeug­ten Strom­menge liegt mit 16,2 Pro­zent nach wie vor deut­lich unter dem im KWKG vor­ge­se­he­nen Aus­bau­ziel von 25 Pro­zent KWK-Stromerzeugung — gemes­sen an der Gesamt­strom­er­zeu­gung im Jahr 2020. Soweit sich die Markt­be­din­gun­gen für die KWK in Deutsch­land nicht nach­hal­tig ändern, ist bereits jetzt abseh­bar, dass das Aus­bau­ziel ver­fehlt wer­den wird. Bemer­kens­wert ist, dass das Gut­ach­ten selbst bei einer star­ken Erhö­hung der För­der­sätze des KWKG zwei­felt, ob die Ziele noch erreicht wer­den kön­nen, und zwar wegen der not­wen­di­gen Pla­nungs– und Geneh­mi­gungs­zeit­räume von meh­re­ren Jah­ren gerade bei grö­ße­ren Kraftwerksprojekten ...

Zum vollständigen Artikel


Cookies helfen bei der Bereitstellung unserer Dienste. Durch die Nutzung erklären Sie sich mit der Cookie-Setzung einverstanden. Mehr OK