Geiselnahme, § 239 StGB

Der Bundesgerichtshof hat sich auf eine Revision des Angeklagten gegen ein Urteil des Landgerichts Marburg erneut zu der Frage der Anwendung des § 239b StGB in einem Zweipersonenverhältnis geäußert.

Folgende Feststellungen hatte das Landgericht Marburg getroffen:

„Der Angeklagte lockte die Nebenklägerin in seine Wohnung, verschloss die Tür und stieß sie auf ein Sofa. Als sie versuchte, zur Ausgangstür zu gelangen, hielt er sie zurück und verklebte ihr mit einem Klebeband den Mund. Er umfasste sodann mit seiner Hand den Hals des Tatopfers und drückte dabei so fest zu, dass sie kaum noch Luft bekam, während er ihr sagte „Entweder Du machst jetzt mit oder …“. Danach entfernte er das Klebeband wieder und zwang sie, sexuelle Handlungen an ihm vorzunehmen bzw. seine sexuellen Handlungen zu dulden (BGH, Beschl. v. 27.5.2014 − 2 StR 606/13 (LG Marburg)).

Geiselnahme in Tateinheit mit sexuellem Missbrauch eines Kindes und sexueller Nötigung

Das Landgericht Marburg hatte den Angeklagten u. a ...

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