Ausgleichsleistungen und Minderung wegen der Verspätung des Rückfluges können nicht nebeneinander geltend gemacht werden

von Ralf Mydlak

In meinem Blogbeitrag vom 28.August 2014 hatte ich die Rechte der Passagiere bei Verspätung oder Annulierung eines Fluges beschrieben. Wie dargelegt, steht Passagieren unter Umständen. ein Ausgleichsanspruch bis zu 600,00 € zu (Art. 7 Abs. 1 Buchst. c der Fluggastrechteverordnung (Verordnung (EG) Nr. 261/2004). Diese Ausgleichsleistung kann auf weiter gehende Schadensersatzansprüche angerechnet werden (Art. 12 der Verordnung).


Macht ein Reisender wegen einer Flugverspätung einen reiserechtlichen Minderungsanspruch (§ 651d Abs. 1 BGB) geltend, so ist die Ausgleichsleistung hierauf anzurechnen. Dies ergibt sich aus einem Urteil des Bundesgerichtshofs vom 30.September 2014 (Akz. X ZR 126/13).


Die Klägerin hatte für sich und ihren Ehemann bei einer Reiseveranstalterin eine Kreuzfahr inklusive Hin- und Rückflug gebucht. Der Rückflug nach Deutschland verzögerte sich um 25 Stunden ...

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