Geld

von Rainer Göhle
Es darf wieder gerechnet werden.

In der Strafakte wird anhand der Richterbesoldung hochgerechnet. Ausgangsprodukt: 45 Jahre, R2, zwei Kindern. Macht im Jahr 76.000 €. Man kann das toppen. Richter am Landesarbeitsgericht mit ordentlich vielen Seminar-Auftritten und Einigungsstellen liegen bei ganz anderen Beträgen. Das entspricht so oder so nicht ganz dem Durchschnittsgewinn deutscher (Einzel-)Anwälte. Ich mag diese Art der Berechnung nicht - einige Gründe finden sich in den Kommentaren im Anschluss an den Strafakte-Post.

Einer der meiner Gründe: in dieser Berechnung wird vereinfacht ein Kostenblock von 50 % aufgefahren, der sich insgesamt auf 120.000 € läppert. Das mag bei Super-Großkanzleien oder entsprechenden Boutique-Läden vielleicht zutreffen, mit Notwendigkeiten hat das nichts zu tun. (die Richter haben übrigens in den 76.000 € keinen Dienstwagen eingepreist) Wir leben nicht mehr im 20. Jahrhundert. Wer Heerscharen von MädelsMitarbeitern zu Bäder-Tippen versklavt, kann nicht rechnen oder hat sich technisch seit 30 Jahren nicht mehr weiter entwickelt. Mehr als 1/2 Kraft pro Anwalt halte ich für den Normal-Anwalt für übertrieben - es sei denn, die Mitarbeiter betreiben Inkasso, machen die komplette Buchhaltung oder verdienen/sparen sonst irgendwie Geld ...Zum vollständigen Artikel

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