Ist eine Werbeanzeige auch bei Erkennbarkeit zu kennzeichnen?

Die Werbeanzeige ist grundsätzlich von dem redaktionellen Teil sowohl optisch als auch mit dem Wort “Anzeige” oder “Werbeanzeige” zu trennen. Nur in dem ausnahmsweise vorliegenden Fall, dass die Werbeanzeige klar erkennbar sich vom übrigen Teil abhebt, muss diese Werbung nicht mit dem Wort “Anzeige” gekennzeichnet werden.

Hierbei muss man wissen, dass es nach § 4 Nr. 3 UWG verboten ist, den Werbecharakter einer geschäftlichen Handlung zu verschleiern. Näher bekannt ist dies unter dem Begriff des Verbotes der Schleichwerbung. Erforderlich ist dies, damit der Adressat der Werbeanzeige auch erkennen kann, dass es sich um eine solche handelt. Es gibt jedoch immer wieder Grenzfälle, bei denen eine Abgrenzung nicht leicht ist. Um dem Trennungsgebot zwischen dem redaktionellen Teil und einer Werbeanzeige zu wahren, ist es erforderlich, dass die Werbeanzeige als solche grundsätzlich auch so gekennzeichnet werden muss.

Dieses Problem soll mit nachfolgenden Fall näher erläutert werden:

Das Hanseatische Oberlandesgericht Hamburg hatte einen Fall zu entscheiden, dem Folgendes vorausging: Die spätere Beklagte war eine Zeitungsverlegerin, die in einer der verlegten Zeitungen zwei bezahlte Anzeigen veröffentlichte. Die Werbeanzeige warb dabei für Medikamente, wobei die Anzeige nicht als solche gekennzeichnet war ...

Zum vollständigen Artikel


Cookies helfen bei der Bereitstellung unserer Dienste. Durch die Nutzung erklären Sie sich mit der Cookie-Setzung einverstanden. Mehr OK