Tag der Deutschen Propaganda-Einheit

Vor 25 Jahren befeuerten die deutschen Medien – jeweils in Ost und West – die absurde Idee, dass die Deutschen auf sich gegenseitig schießen sollten. Den “Nach-Kaltkriegs-Geborenen”, die heute lieber einen anderen Ablauf der Geschichte zusammen feiern, ist dieser historische Wahnsinn vermutlich eher schwer zu vermitteln. In meinem E-Book Cold War Leaks hatte ich einen Blick hinter den Vorhang dieser wohl überflüssigsten politischen Entwicklung der Geschichte geworfen, die uns heute gigantische Armeen und Geheimdienste ohne sozialwirtschaftlichen Nutzen hinterlassen hat. Wie erst seit einigen Jahren bekannt ist, hätte es 1983 beinahe geknallt – für nix. Eine Chance zur von Deutschland ausgehenden Abrüstung hatte sich 1985 aufgetan, als der vormalige Staatssekretär im Verteidigungsministerium Dr. Andreas von Bülow sein berühmtes Bülow-Papier vorlegte. Die Unterstützung bliebt damals weitgehend aus, auch die der Medien.

Während des Kalten Kriegs hätte man theoretisch zwei antagonistische deutsche Medienrealitäten abgleichen können. Heute kriegen wir auf allen konventionellen Kanälen die gleiche Propaganda, wie man anhand der unfassbar einseitigen und bisweilen erstaunlich manipulativen Ukraine-Berichterstattung sehen kann. Die im Westen vom Bundesverfassungsgericht in seiner Weisheit aufgestellte Forderung nach Medienvielfalt und unabhängigem Rundfunk wurde überwiegend leider nicht erfüllt ...

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