Dieses Urteil des Amtsgerichts Potsdam ist für (oder besser gegen) die Katz!

von Stephan Weinberger

Die Kläger bewohnen eine Erdgeschosswohnung mit Terasse, welche über zwei Terrassentüren von der Wohnung zu erreichen ist. Über den Klägern, in der 1. Etage des Hauses, wohnt eine Nachbarin mit ihrer Katze, die die Wohnung verlassen darf. Die Nachbarin ist ebenfalls Mieterin der beklagten Vermieterin.

Besagte Katze lässt es sich nicht nehmen, durch geöffnete Türen und Fenster in die Erdgeschosswohnung der Kläger einzudringen und sich in der Wohnung nach Belieben aufzuhalten, bis sie vertrieben wird.

Hinzu kommt, dass die Mieterin der Erdgeschosswohnung aufgrund ihrer schweren Gehbehinderung die Katze nicht aus der Wohnung verweisen kann, wenn sie allein zuhause ist. Die Kläger fühlen sich in der Nutzung der Wohnung durch die Katze der Nachbarin nicht nur unerheblich beeinträchtigt. Sie verlangen Mietminderung und dass die beklagte Vermieterin gegenüber der Mieterin aus der 1. Etage ein Gebot ausspricht, es zu unterlassen, dass die Katze in die Wohnung der Kläger nebst zugehöriger Terrasse vordringt.

Das Amtsgerichts Potsdam (26 C 492/13) entschied, dass es zum vertragsgemäßen Gebrauch einer Wohnung gehört, dass Fenster und Terrassentüren, sei es zum Lüften oder aus anderen Gründen vollständig geöffnet werden können ...

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