Was macht eigentlich … Milliarden-Mike?

Mehr als 18 Jahre seines Lebens verbrachte „Milliarden-Mike“ hinter Gittern, wurde als Deutschlands gerissenster Hochstapler und – wie viele Hamburger Kiez-Legenden zu dieser Zeit – durch den „Boxsport“ bekannt. Er bezeichnet sich selbst aber lieber als „hanseatischen Kaufmann“.

Karriere auf dem „Kiez“ – der Hamburger Reeperbahn

Der 55-jährige, der weder richtig lesen noch schreiben kann, ist im Leben viel herumgekommen: als Börsenspekulant, Diamantenhändler, „Modell“-Agenturbesitzer, Rolexträger, Bentley-Fahrer, Baron und jüngst sogar Senator von Liberia mit Diplomatenpass. Seinen größten Coup landet er jedoch, als er einen Privatier um mehr als sechs Millionen Euro betrügt, was ihm sechs Jahre wegen Urkundenfälschung, Betrugs und Hehlerei in „Santa Fu“ einbringt.

Flucht vor der Sicherungsverwahrung

Nur wenige Tage vor Ablauf seiner regulären Freiheitsstrafe setzte er sich allerdings ab, um einer Sicherungsverwahrung zu entgehen. Man kann sich wohl ungefähr vorstellen, welche Prognose die Richter dem Hochstapler ausstellten, als sie Sicherungsverwahrung anordneten. Diese Maßregel wird nur angewendet, um die Allgemeinheit vor gefährlichen Straftätern zu schützen – im Fall von Milliarden Mike wegen seiner hohen kriminellen Energie und der nicht gezeigten Reue. Während eines Freigangs gelang ihm die Flucht durch ein Toilettenfenster, als die begleitenden Beamten im Garten Grillwürste mit dessen Halbschwester aßen, die er als Freigänger besucht hatte. Schlagzeilenwirksam forderte er nach seiner Flucht die deutschen Behörden über „Bild“ auf, die Sicherungsverwahrung gegen ihn aufzuheben ...

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