Begriffe des Strafrechts, Teil 12: die Beihilfe

von Daniel Nowack

Die Welt der Juristen lebt von unzähligen Fachbegriffen. In meiner Ratgeberreihe “Begriffe des Strafrechts” werde ich, welch Überraschung, einige Grundbegriffe, mit denen man im Rahmen strafrechtlicher Probleme immer wieder rechnen muss, verständlich erläutern bzw. dies zumindest versuchen. So sollen Sie in die Lage versetzt werden, auch Fachbegriffe, die der Rechtsanwalt im Eifer des Gefechtes (oder weil er diese gar nicht mehr als Fachbegriffe wahrnimmt) nicht erläutert, zu verstehen und somit mit Ihrem Anwalt “auf einer Ebene” kommunizieren zu können.

Nachdem in Teil 11 der Reihe der Begriff “Befangenheit” erläutert wurde, geht es heute um die Beihilfe.

Die Beihilfe ist in § 27 StGB mehr oder weniger definiert. Danach wird als Gehilfe bestraft, wer vorsätzlich einem anderen zu dessen vorsätzlich begangener rechtswidriger Tat Hilfe geleistet hat. Es ist also zunächst eine “Haupttat” erforderlich. Diese kann auch in schuldunfähigem Zustand begangen worden sein, denn eine schuldhafte Begehung ist nicht erforderlich. Der Zeitpunkt der Hilfeleistung ist ebenfalls sehr weit gefasst. Auch die Hilfe bei einer vorbereitenden Handlung ist erfasst, ebenso die Hilfe nach Vollendung der Tat, beispielsweise zur Beutesicherung ...

Zum vollständigen Artikel


Cookies helfen bei der Bereitstellung unserer Dienste. Durch die Nutzung erklären Sie sich mit der Cookie-Setzung einverstanden. Mehr OK