Verwaltungsanordnung gegen Google – Mehr Datenkontrolle durch Nutzer

Vergangene Woche hat der Hamburgische Beauftrage für Datenschutz und Informationsfreiheit Johannes Caspar gegenüber der Google Inc. eine Verwaltungsanordnung zur Beseitigung von Verstößen gegen das Telemediengesetz und das Bundesdatenschutzgesetz erlassen.

Gefahr der Profilbildung

Google stellt eine inzwischen schon fast unüberschaubare Anzahl an größtenteils kostenlosen Diensten für den Nutzer bereit. Bezahlt wird mit den Daten, womit Google letztlich sein Geld verdient. Google erhält dadurch umfangreiche Informationen über die Nutzungsgewohnheiten seiner Nutzer. Werden die verschiedenen Inhalts- und Nutzungsdaten von Google+, Gmail, Google Maps, Youtube, Docs & Co. kombiniert, ergibt sich ein äußerst klares Bild über den Nutzer.

Gefahren sieht Herr Caspar insbesondere in den folgenden Punkten:

  • Erstellung detaillierter Bewegungsmuster durch Standortdaten,
  • Rückschlussmöglichkeiten auf spezifische Interessen und Vorlieben durch Auswertung der Nutzung der Google-Suchmaschine,
  • Ermittlung des sozialen und des finanziellen Status, des Aufenthaltsorts und vieler weiterer Gewohnheiten des Nutzers durch Analyse der Daten,
  • Ableitung von Freundschaftsbeziehungen, der sexuelle Orientierung sowie des Beziehungsstatus

Für eine solche umfangreiche Profilbildung existiert jedoch keine deutsche und auch keine europäische Rechtsgrundlage. Daher ist grundsätzlich eine wirksame, das heißt ausdrückliche und informierte Einwilligung des Nutzers erforderlich. Sollte die Zusammenführung dennoch gesetzlich vorgesehen sein, muss dem Nutzer die Möglichkeit des Widerspruchs gegeben werden ...

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