Sie dürfen hier alles fragen, aber Sie müssen nicht alles wissen…

von Liz Collet

…ist ein neckisches Bonmot. Das Sie so gut wie ich kennen werden.

Mancher, der mir mit dem Satz kommt “Darf ich Sie mal was fragen?” bekam und bekommt sie auch schon mal, mit einem besonders nettem Lächeln als garni in der Variante: “Sie dürfen alles fragen bei mir, Sie dürfen alles essen bei mir, aber Sie müssen nicht alles wissen.” In der Regel – zeigt die Erfahrung – wird das mit Humor genommen und sich damit zufrieden gegeben, was man als Antwort bekommt und wo man eben keine erhält.

Nun, Juristen können es dabei nicht immer belassen, daher hat man hübsche Dinge wie Auskunftsansprüche erfunden. Im Verwaltungsrecht ein neckisches Spiel dreht sich dann um presserechtliche Auskunftsansprüche. Einer gegenüber Gerichten wird morgen verhandelt, beim Bundesverwaltungsgericht und dort gegen das Land Baden-Württemberg.

Welche Neugier wurde da nicht gestillt, die nun die Frage an das Bundesverwaltungsgericht nach sich zog, wie dieses den Fall sieht?

Eine anwaltliche. Und das ist die Geschichte, um die es geht:

Der Kläger ist Rechtsanwalt……….

(Rollen Sie nicht mit den Augen, auch Anwälte sind allen hundsgemeinen Gerüchten zuwider, Menschen. Sogar solche mit Rechten. Und nicht wenige mit Gefühlen. Gehen Sie also nicht so hart ins Gericht mit ihnen, nur weil sie diese aus professionellen Gründen der Sachlichkeit und dem nunmal geltenden Recht und Auftrag ihrer Mandanten häufig unterzuordnen haben)

………und Redakteur der „Anwaltsnachrichten Ausländer- und Asylrecht“.

Der Kläger bat den Direktor des Amtsgerichts Nürtingen, ihm die Abschrift einer strafgerichtlichen Entscheidung zwecks Veröffentlichung in den „Anwaltsnachrichten Ausländer- und Asylrecht“ zu übersenden ...

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