Jahresbericht 2013/2014 der Prüfungs- und der Überwachungskommission – eher ein Vertröstungsbericht?

von Liz Collet

Unter dem Titel “Regelverschärfungen und Maßnahmen für mehr Kontrolle und Transparenz in der Transplantationsmedizin greifen” hat die Bundesärztekammer heute ihren sog. “Jahresbericht 2013/2014 der Prüfungs- und der Überwachungskommission zur Prüfung der Herz-, Nieren-, Pankreas- und Lebertransplantationsprogramme vorgelegt”.

Dass die Regelverschärfungen und Maßnahmen nach dieser Darstellung greifen ist eine zu hinterfragende Behauptung, aus mehreren Gründen.

Zum einen ist der als “Jahresbericht” vorgestellte Bericht nicht einmal vollständig, bei Lektüre des Berichtes erweist sich, dass nicht nur nicht einmal alle Prüfungen abgeschlossen wurden und sind.

Dies obgleich die Prüfungen seit 2012 andauern und sich ohnehin bis heute nur auf Zeiträume seit 2010 erstrecken. Sondern mit erst 33 von 60 überhaupt geprüften Transplantationszentren eine höchst euphemistsche Behauptung aufstellen, die Regelverschärfungen würden greifen: Wenn kaum 50 % der Zentren geprüft sind für die zurückliegenden Zeiträume, ist das mehr als gewagte Behauptung.

Und noch weniger können die für 2010 bis 2012 überhaupt erst rund 50% erfolgten Prüfungen etwas aussagen, ob und wo aktuell nach wie vor Verstösse stattfinden (könnten).

Dies vorweg, bevor wir uns nun mit den Details der Pressemitteilung des Bundesärztekammer befassen:

Die Prüfungskommission und die Überwachungskommission prüfen neben den Lebertransplantationsprogrammen derzeit die Herz-, Nieren- und Pankreastransplantationsprogramme. Die Kommissionen haben nach eigenen Angaben bisher 33 Transplantationszentren bzw. 60 Transplantationsprogramme geprüft.

Die Prüfungen sind Teil des im Sommer 2012 auf neuer gesetzlicher Grundlage ausgeweiteten Kontrollsystems im Transplantationswesen und erfassen nach wie vor und bisher nur die Jahre 2010 bis 2012 ...

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