Der tätowierte Polizeibewerber

Wieder einmal haben sich die Verwaltungsgerichte mit der Frage beschäftigt, ob und in wie weit Bewerber für den Polizeivollzugsdienst tätowiert sein dürfen. In einer aktuellen Entscheidung hat sich nunmehr das OVG NRW auf den Standpunkt gestellt, dass großflächige, nicht von der Sommeruniform verdeckte Tätowierungen ein Einstellungshindernis darstellen.

Hintergund der Entscheidung Geklagt hatte ein männlicher Bewerber, dessen Einstellung in den Polizeidienst des Landes NRW abgelehnt wurde. Der Bewerber hat an den Unterarmen tätowierte Schriftzüge (jeweils ungefähr 15 cm breit und 2,5 cm hoch), bei denen es sich um die Vornamen seiner beiden Töchter handelt. Die Einstellungbehörde lehnte die Einstellung mit der Begründung ab, dass in der Dienstausübung jede Individualität hinter die neutrale Erfüllung des dienstlichen Auftrages zurückzutreten habe. Die sich insbesondere aus der Uniform ergebende Legitimation und Autorität eines Polizeivollzugsbeamten dürfe durch Tätowierungen nicht beeinträchtigt werden. Großflächige, nicht von der Sommeruniform verdeckte Tätowierungen stellten daher ein Einstellungshindernis dar.

Die Entscheidung der Gerichte Dieser Argumentation gab das Verwaltungsgericht Arnsberg in erster Instanz (Aktenzeichen 2 L 795/14) statt. Das OVG NRW bestätigte nun diese Entscheidung des Eilrechtsschutzes. Der Dienstherr sei berechtigt, Polizeivollzugsbeamten Vorgaben für die äußere Erscheinung im Dienst, etwa für Tätowierungen, zu machen ...

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