Steife Schulter nach Operation: 50.000 Euro Schmerzensgeld: OLG Hamm 01-07-2014

von Philip Christmann

Steife Schulter nach Operation: 50.000 Euro Schmerzensgeld: OLG Hamm 01-07-2014

Für den Funktionsverlust der linken Schulter erscheint ein Schmerzensgeld von 50.000,- € angemessen. Bei der Bewertung als grober Behandlungsfehler kann auch berücksichtigt werden, dass die gewählte Operationsart nicht die Methode der Wahl war und selbst fehlerhaft durchgeführt worden ist (OLG Hamm, Urteil vom 01.07.2014 - 26 U 4/13).

Wegen Schulterbeschwerden ließ sich die Klägerin Ende 2005 im erstbeklagten Krankenhaus von den dort beschäftigten, zweit- und drittbeklagten Ärzten an der linken Schulter operieren. Es wurde eine Acromioplastik in offener Operationstechnik durchgeführt. Nach der Operation konnte die Klägerin den Arm nicht mehr heben. Nach weiteren operativen Eingriffen musste die linke Schulter der Klägerin im Februar 2009 versteift werden. Die Klägerin verlangte Schmerzensgeld in Höhe von EUR 50.000.

Das OLG Hamm gab der Klägerin Recht.

Nach Einholung eines medizinischen Sachverständigengutachtens stehe fest, dass die Klägerin im November 2005 im beklagten Krankenhaus von den beiden beklagten Operateuren grob fehlerhaft behandelt wurde. Sowohl die Wahl einer offenen Schultergelenksoperation als auch die Durchführung dieser Operation hätten gegen den ärztlichen Standard verstoßen. Wie der Sachverständige ausgeführt habe, sei die im Verlauf des Eingriffs erfolgte Zerstörung des Schulterdaches grob behandlungsfehlerhaft ...

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