Empirische Überprüfung von Gerichtsurteilen mit Hilfe von DNA-Untersuchungen

von Prof. Dr. Roland Kalb

Ein Gast­bei­trag von Prof. Dr. Ro­land Kalb

Die tech­ni­schen Fort­schritte der DNA-​​Testung ha­ben die Mög­lich­keit er­öff­net, nach­träg­lich (bei As­ser­vie­rung von Tä­ter­ma­te­rial) das Er­geb­nis der po­li­zei­li­chen Er­mitt­lungs­ar­beit und der sich dar­aus er­ge­ben­den Recht­spre­chung em­pi­risch zu über­prü­fen. Eine sol­che em­pi­ri­sche Über­prü­fung von Hy­po­the­sen ist seit lan­ger Zeit in den Na­tur­wis­sen­schaf­ten die Me­thode der Wahl.

Auf­grund die­ser neuen tech­ni­schen Mög­lich­kei­ten hat man in den USA das “In­no­cence Pro­ject” ge­grün­det, bei dem man bei Ver­ur­teil­ten, die ihre Un­schuld be­teu­er­ten und wo Tä­ter­ma­te­rial vor­lag, ei­nen DNA Ver­gleich durch­führte. Da­bei fand man bei 300 Ver­ur­teil­ten ein Fehl­ur­teil, ein­schließ­lich 17 zum Tode Ver­ur­teil­ter. Durch­schnitt­lich ver­brach­ten diese Per­so­nen 12 Jahre in Haft, be­vor sie re­ha­bi­li­tiert wur­den ...

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