Wenn die Katze des Nachbarn ständig zu Besuch kommt - 10% Mietminderung

Amtsgericht Potsdam, Urteil vom 19.06.2014 - 26 C 492/13 Wenn die Katze des Nachbarn ständig zu Besuch kommt - 10% Mietminderung Das Eindringen durch die nachbarschaftliche Katze stellt ohne Zweifel eine nicht nur unerhebliche Beeinträchtigung an der Nutzung der Wohnung dar. Ist die Nachbarin ebenfalls Mieterin des Vermieters, kann der Vermieter auf die Nachbarin einwirken. Das Gericht hielt eine Mietminderung von 10% für angemessen. Der Sachverhalt

Die Kläger bewohnen im Erdgeschoss eine Wohnung der Beklagten. Mitvermietet ist auch eine Terrasse, die über zwei Terrassentüren von der Wohnung zu erreichen ist. In der 1. Etage des gleichen Hauses, hält die Nachbarin eine Katze in ihrer Wohnung, die die Wohnung verlassen darf. Die Nachbarin ist ebenfalls Mieterin der Beklagten.

Seit geraumer Zeit dringt diese Katze durch geöffnete Türen und Fenster in die Erdgeschosswohnung der Kläger ein und hält sich in dieser so lange auf, bis sie vertrieben wird. Wenn die Mieterin der Erdgeschosswohnung alleine ist, ist sie aufgrund ihrer schweren Gehbehinderung nicht in der Lage, die Katze aus der Wohnung zu verweisen. Die Kläger fühlen sich in der Nutzung der Wohnung durch die Katze der Nachbarin nicht nur unerheblich beeinträchtigt. Sie sehen sich zur Mietminderung berechtigt und verlangen, dass die beklagte Vermieterin gegenüber der Mieterin aus der 1. Etage ein Gebot ausspricht, es zu unterlassen, dass die Katze in die Wohnung der Kläger nebst zugehöriger Terrasse vordringt.

Das Urteil des Amtsgerichts Potsdam (Az ...Zum vollständigen Artikel


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