Filesharing: Sicherheitslücke im Router

In einem Fall von Filesharing hat das Amtsgericht Braunschweig mit Urteil (Az. 117 C 1049/14) vom 27.08.2014 eine Klage auf Schadensersatz und Ersatz der Abmahnkosten abgewiesen. Die abgemahnte Partei konnte in der mündlichen Verhandlung darlegen, dass zum Zeitpunkt der vermeintlichen Urheberrechtsverletzung eine Internetverbindung über einen Router der Telekom bestanden habe. Über diesen Router vom Typ Speedport W 504V hätten Dritte WLAN nutzen können. Es genügte dazu eine PIN-Nummer. Die Kenntnis des WLAN-Passwortschlüssel sei nicht erforderlich gewesen. Aus diesem Grund hat die Telekom mittlerweile für den Router des genannten Typs eine neue Firmware bereitgestellt. Mit dem Urteil hat das AG Braunschweig den am 3.02.2014 vom Amtsgericht Coburg ergangenen Vollstreckungsbescheid gegen der Beklagte aufgehoben. Der von der Klägerin von dem Beklagten geforderten Schadens- und Aufwendungsersatz ist hinfällig.

Die Klägerin gab an, die alleinige Inhaberin der Nutzungs- und Verwertungsrechte für den Film „Resident Evil: Afterlife – 3D“ zu sein. Eine von ihr beauftragte Firma ermittelte, dass der Film im September 2010 innerhalb von zwei Tagen 14-mal von einer Internet-Tauschbörse zum Herunterladen zur Verfügung gestellt wurde. Das geschah über den Anschluss des Beklagten, der zu diesem Zeitpunkt mit dem beanstandeten Router der Telekom in seiner Wohnung via WLAN Zugang zum Internet hatte. Der Beklagte ging davon aus, dass der Zugang mit einem persönlichen Passwort und mit der Verschlüsselung „WPA2“ ausreichend gesichert war ...

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