VG Köln: Pornosammler hat Anspruch auf Kopie eines vergriffenen Sexfilms. – Gegen die Bundesprüfstelle!

Das Verwaltungsgericht Köln hat mit Urteil vom 22.9.2014 (Az. 13 K 4674/13) einem Privatsammler einen Anspruch auf die Fertigung und Herausgabe einer Kopie eines indizierten Sexfilmes gewährt. Dieser Anspruch ergebe sich aus dem Informationsfreiheitsgesetz. Der Kläger hatte angegeben, der Sexfilm sei vergriffen und könne von ihm nicht anderweitig besorgt werden.

Das Gericht sah das auch so. Der Sexfilm sei schließlich eine „amtliche Information“ und werde „zu amtlichen Zwecken aufbewahrt“. Überdies würden neben dem Urheberrecht auch Belange des Jugendschutzes vorliegend nicht berührt, da die Abgabe der Sexfilmkopie ja an einen erwachsenen Privatsammler erfolge. Auch das Motiv des Antragstellers, möglicherweise nur seine privaten Sammlerneigungen zu befriedigen, sei unerheblich. Nachforschungen darüber, ob der Antragsteller „vertrauenswürdig“ ist oder nicht (etwa im Hinblick auf die Weitergabe oder digitalisierte Verbreitung auf youtube), habe die Bundesprüfstelle nicht anzustellen ...

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