Kasse muss Verhütungs-Spirale als Krankenbehandlung zahlen

von Thorsten Blaufelder

Sep 26

Drohen einer Frau bei einer Schwangerschaft schwere Gesundheitsschäden, muss die Krankenkasse die Kosten einer Verhütungs-Spirale übernehmen. Dies ist im Einzelfall dann auch über das 20. Lebensjahr hinaus zu gewährleisten, entschied das Sozialgericht Hamburg in einem am Mittwoch, 24.09.2014, veröffentlichten Urteil (AZ: S 37 KR 469/11).

Die Hamburger Richter verpflichteten damit eine Krankenkasse, einer Versicherten die Kosten für das Verhütungsmittel in Höhe von 294,44 € zu erstatten. Bei der 1988 geborenen Frau besteht eine sogenannte Faktor-V-Leiden-Mutation, einer Genstörung, die mit einer stark erhöhten Thromboseneigung einhergeht.

Da die Einnahme der „Pille“ bei der Frau wegen der bestehenden Thrombosegefahr nicht infrage kam, sollte sie eine östrogenfreie Spirale nur mit Gestagen nehmen. Mehrere Ärzte hatten diese empfohlen. Denn das mit der Genstörung verbundene hohe Risiko für eine Lungenembolie werde bei einer Schwangerschaft „massiv gesteigert“.

Die Krankenkasse wollte für die Kosten der Spirale aber nicht aufkommen ...

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