Betrunkener Autofahrer muss seinem Unfallopfer 500.000 € Schmerzensgeld zahlen.

von Nino Herding

Der 12. Zivilsenat des Oberlandesgerichts (OLG) Oldenburg hat mit Urteil vom 02.09.2014 – 12 U 50/14 – einem Kläger, der von einem betrunkenen Arbeitskollegen nach einer Betriebsfeier mit dem Auto angefahren und lebensgefährlich verletzt worden war, 500.000 € Schmerzensgeld zugesprochen.

In dem der Entscheidung zugrunde liegenden Fall war es auf einer Betriebsfeier zunächst zu einem Streit zwischen Kläger und Beklagten gekommen, in deren Verlauf der Beklagte dem Kläger einen Schlag ins Gesicht versetzt hatte.
Später, gegen 2:00 Uhr morgens, hatte der Beklagte sich in stark alkoholisiertem Zustand an das Steuer seines Pkws gesetzt und auf der Fahrt mit hohem Tempo vom Gelände einer Tankstelle zurück zum Betriebsgelände, mit seinem Fahrzeug den zu diesem Zeitpunkt auf der Straße stehenden Beklagten erfasst.
Dabei erlitt der Beklagte, der seither im Wachkoma liegt und künstlich ernährt wird, lebensgefährliche Verletzungen.

Dass hier ein Schmerzensgeld in Höhe von 500.000,- € angemessen ist, begründete der 12 ...

Zum vollständigen Artikel

Cookies helfen bei der Bereitstellung unserer Dienste. Durch die Nutzung erklären Sie sich mit der Cookie-Setzung einverstanden. Mehr OK