Teure billige GmbH-Anteile (BFH)

Wenn es um GmbH-Anteile geht, können Schnäppchen nachträglich teurer werden als gedacht. Dies zeigt ein nun veröffentlichter Beschluss des Bundesfinanzhofs vom 26.06.2014 (VI R 94/13) Der spätere Kläger war bis zum Jahr 2008 als Kommunikations- und Motivationstrainer selbstständig tätig. Im selben Jahr erwarb er von dem bisherigen Alleingesellschafter einer GmbH 50% der Anteile an dieser GmbH und wurde zum Geschäftsführer der GmbH bestellt. Außerdem wurde ein Rücktrittsrecht zugunsten des Verkäufers für den Fall vereinbart, dass der Käufer in den nächsten sieben Jahren ohne Zustimmung über die Anteile verfügt oder verstirbt. Der Kaufpreis der Anteile entsprach dem anteiligen Stammkapital und der anteiligen Kapitalrücklage der GmbH. Bei einer später bei der GmbH durchgeführten Betriebsprüfung stellte das Finanzamt fest, dass der für die GmbH-Anteile vereinbarte Kaufpreis unter dem tatsächlichen Wert der Anteile lag. Die Differenz zwischen dem tatsächlichen Wert der Anteile und den Kaufpreis behandelte das Finanzamt als nachträgliche Einkünfte im Sinne des § 15 des Einkommensteuergesetzes (Gewerbebetrieb). Im vorliegenden Fall ging es dabei immerhin um 476.000 €. Das Finanzgericht Düsseldorf war auch der Auffassung dass die Differenz vom Käufer zu versteuern ist, qualifizierte diese aber als Einkünfte aus Nichtselbständiger Tätigkeit (§ 19 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 EStG), was dem Käufer immerhin den ermäßigten Steuersatz nach § 34 Abs. 1, Abs. 2 Nr. 4 EStG bescherte ...Zum vollständigen Artikel


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