Reichweite des datenschutzrechtlichen Auskunftsanspruches

Das Datenschutzrecht gewährt vielfältige Rechte. Beispielsweise sind verantwortliche datenverarbeitende Stellen nach § 34 BDSG verpflichtet, auf Anfrage umfassend darüber Auskunft zu geben, welche Daten über den Anfragenden gespeichert sind,woher diese Daten stammen,wem die Daten...

Das Datenschutzrecht gewährt vielfältige Rechte. Beispielsweise sind verantwortliche datenverarbeitende Stellen nach § 34 BDSG verpflichtet, auf Anfrage umfassend darüber Auskunft zu geben,
  • welche Daten über den Anfragenden gespeichert sind,
  • woher diese Daten stammen,
  • wem die Daten weitergegeben wurden und
  • zu welchem Zweck die Datenspeicherung erfolgt.
Das AG Leipzig (AZ: 107 C 2154/14) musste sich Mitte Juli 2014 mit der Frage nach dem Umfang des Auskunftsrechtes auseinandersetzen. In dem zugrundeliegenden Fall wurde an den Kläger eine Einladung zum Hessischen Medizinrechtstag durch den beklagten Veranstalter per E-Mail versandt. Der Kläger forderte den Beklagten u. a. zu einer Auskunft nach § 34 BDSG auf. Dieser beantwortete das Auskunftsgesuch sinngemäß: „Name und Anschrift wurden aus den veröffentlichten Angaben im Internet entnommen. Die Daten werden benötigt, um in den verschiedenen Bundesländern Kongressveranstaltungen zu organisieren und hierüber Anwälte und Anwältinnen unter Übermittlung des Tagungsprogrammes zu informieren.“ Mit dieser knappen Erklärung war der Kläger nicht einverstanden und machten den Auskunftsanspruch gerichtlich geltend. Das AG Leipzig kommt in seinem Urteil zu dem Ergebnis, dass der beklagte Veranstalter den Auskunftsanspruch vollends erfüllt hat ...Zum vollständigen Artikel


Cookies helfen bei der Bereitstellung unserer Dienste. Durch die Nutzung erklären Sie sich mit der Cookie-Setzung einverstanden. Mehr OK