Kieferchirurg muss Patient auf preiswertere Behandlungsalternative hinweisen sonst verliert er ...

von Philip Christmann

Kieferchirurg muss Patient auf preiswertere Behandlungsalternative hinweisen sonst verliert er Honoraranspruch: OLG Hamm 12-08-2014

Wirtschaftliche Aufklärungspflicht: Eine kostenintensive kieferchirurgische Behandlung (Eigenknochenzüchtung) muss der Patient nicht bezahlen, wenn es eine preiswertere Behandlungsalternative gab (Verwendung von Knochenersatzmittel), über die der Kieferchirurg den Patienten aber nicht aufgeklärt hat (OLG Hamm, Urteil vom 12.08.2014 - 26 U 35/13 -).

Der Kieferchirurg fügte bei der beklagten Patientin Implantate ein, wobei der Aufbau des Ober- und Unterknochens durch gezüchtetes Knochenmaterial erfolgen sollte. Dafür entstanden Kosten von bis zu 90.000 EUR. Die Beklagte verweigerte die Bezahlung, weil sie nicht über andere Behandlungsmöglichkeiten und die Höhe der voraussichtlichen Kosten aufgeklärt wurde; bei Kenntnis dieser Kosten hätte sie der Behandlung nicht zugestimmt.

Nach Auffassung des Oberlandesgerichts versäumte es der Kieferchirurg, die Beklagte ordnungsgemäß über andere Behandlungsmöglichkeiten und deren Risiken aufzuklären ...

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