Auch der Fixkostenspediteur muss aufklären

von Markus Moser

Die allermeisten Speditionsgeschäfte in Österreich werden zu fixen Kosten abgeschlossen: Die Fixkostenspedition. Konsequenz laut Gesetz: Auf die Fixkostenspedition ist nicht das „normale“ Speditionsrecht anzuwenden, sondern ausschließlich Frachtrecht. Was technisch klingt, hat einschneidende Rechtsfolgen: So kennt das Frachtrecht weitgehende Haftungsbeschränkungen für den Transporteur, das Speditionsrecht nicht. Bei Luftfracht wird beispielsweise die Haftung des Frachtführers für Verlust oder Beschädigung der Fracht auf wenige Euro pro Kilogramm Fracht limitiert (Artikel 22 des Montrealer Übereinkommens). Das gilt auch dann, wenn wertvolle Güter, wie Kunstgegenstände, transportiert werden. Höhere oder gar keine Haftungsgrenzen bestehen nur im Falle der Wertangabe auf den Frachtpapieren – diese ist jedoch nicht zwingend.

Die Beschränkung der Haftung gilt nur für Frachtführer und Fixkostenspediteure, für „normale“ Spediteure jedoch nicht. Ein Versender, der mit einem Fixkostenspediteur zusammenarbeitet, schaut daher bei Schadensfällen möglicherweise durch die Finger ...

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