Unentgeltlicher Zutritt zum Strand

Es handelt sich nicht um eine freie und ungenutzte Landschaft, wenn das gepachtete Strandgelände durch die Nutzung als Strandbad, also einer kommerziellen Freizeiteinrichtung, geprägt wird.

Mit dieser Begründung hat das Verwaltungsgericht Oldenburg in dem hier vorliegenden Fall die Klage von Bürgern abgewiesen, die sich dagegen gewehrt haben, für den Zutritt zum Strand in der Nachbargemeinde ein Entgelt zahlen zu müssen. Die Klage richtet sich gegen die Gemeinde Wangerland. Die Kläger sind Einwohner von benachbarten Gemeinden und sehen sich am freien Zugang zu den Stränden im Gemeindegebiet gehindert, weil die zum Verfahren beigeladene Wangerland Touristik GmbH, deren Alleingesellschafterin die beklagte Gemeinde ist, für den Zugang zum Strand in der Zeit von April bis Oktober ein Entgelt von im Normalfall drei Euro fordert. Gemeindeeinwohner und Inhaber einer Kurkarte sind von dem Entgelt befreit.

Das Strandgelände vor den Seedeichen in den zum Gemeindegebiet gehörenden Badeorten Hooksiel und Horumersiel-Schillig ist Eigentum des Landes Niedersachsen. Das Land hat das Strandgelände an die beigeladene Touristik GmbH verpachtet.

Die Kläger meinen, die Gemeinde Wangerland müsse die Wangerland Touristik GmbH anweisen, ihnen ohne Gebühren oder Entgelte freien Zugang zu den Stränden zu ermöglichen ...

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