Liebhaberei bei Immobilien

Genauso wie im Bereich der gewerblichen oder beruflichen Selbständigkeit ist die Einkunftserzielungsabsicht (Gewinnerzielungsabsicht) auch bei Vermietung und Verpachtung vom Immobilien Voraussetzung dafür, dass Verluste mit anderen Einkünften verrechnet werden können.

Einkommensteuerrechtlich ist nur eine solche wirtschaftliche Betätigung oder Vermögensnutzung relevant, die letzlich vom der Absicht getragen ist, auf Dauer gesehen zu Gewinnen bzw. zu positiven Einkünften zu führen (= Gewinnerzielungsabsicht). Ist das nicht der Fall, spricht das Finanzamt von Liebhaberei, wobei dann die erzielten Verluste sowohl aus der gewerblichen bzw. beruflichen Tätigkeit als auch aus der Vermietung einer Immobilie nicht mit anderen Einkünften verrechnet werden können. Die Annahme einer Liebhaberei durch das Finanzamt kommt in der Praxis durchaus auch bei vermieteten Immobilien vor, obwohl nach ständiger höchstrichterlicher Rechtsprechung des BFH bei einer auf Dauer angelegten Vermietung von Immobilien grds. ohne weitere Prüfung von einer Gewinnerzielungsabsicht auszugehen ist. Dieser Grundsatz gilt jedoch nur für die Vermietung von Wohnungen, nicht dagegen für die Vermietung von Gewerbeobjekten und auch nicht die Vermietung unbebauter Grundstücke ...

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