Im Schulunterricht Kokablätter verteilt: Lehrkräfte und Putzfrau müssen sich vor Gericht verantworten

von Stephan Weinberger

Zwei Lehrkräfte müssen sich erneut vor Gericht verantworten, weil sie im Schulunterricht Kokablätter als Anschauungsmaterial verteilt haben. In erster Instanz wurden die Lehrer am Amtsgericht Neu-Ulm freigesprochen. Doch die Staatsanwaltschaft ging in Berufung, rügte dass keine Schüler als Zeugen gehört worden sind.

Einzelne Schüler einer siebten Klasse hätten die Blätter in den Mund genommen und zerkaut, andere hätten sie eingesteckt und mit nach Hause genommen. Die Pädagogen bestreiten jegliche Schuld: “Mir war nicht bewusst, dass da ein Unrecht geschieht”, so eine 61 Jahre alte Angeklagte.

Der Vorwurf Ihr und ihrem 45-jährigen Kollegen gegenüber lautet auf Beihilfe zu unerlaubter Abgabe von Betäubungsmitteln an Minderjährige (Az. 3 Ms 194 Js 2666/13).

Ausgangspunkt war eine im November 2012 an einer Mittelschule in Weißenhorn bei Neu-Ulm gehaltene Unterrichtsstunde in Erdkunde. Hierzu hatten die Lehrkräfte eine Peruanerin eingeladen, die den Schülern die Gebräuche ihrer Heimat erklärte ...

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