Der Künstlername

von Sebastian Dramburg

Frei­schaf­fende neh­men häu­fig Künst­ler­na­men an, weil ihr eige­ner Name nicht gän­gig ist und nur schwer zu erin­nern ist. Oft­mals wer­den sie aber auch aus Pri­vat­sphä­ren­schutz­grün­den ver­wen­det oder es han­delt sich um übernommene Spitznamen.

Grund­sätz­lich kann man einen Künst­ler­na­men auch ohne Ein­tra­gung oder Anmel­dung nut­zen, aller­dings ist es im Streit­fall schwer nach­zu­wei­sen, dass die­ser Alias zu der eige­nen Per­son gehört. Daher stellt sich die Frage, wie ein Künst­ler­name geschützt wer­den kann. In Deutsch­land gibt es ins­be­son­dere zwei Mög­lich­kei­ten – die Ein­tra­gung des Künst­ler­na­mens in den Per­so­nal­aus­weis und/oder die Anmel­dung des Alias als Marke.

Ein­tra­gung des Künst­ler­na­men in den Personalausweis

Zunächst kann man bei der Bean­tra­gung des Per­so­nal­aus­weis, oder im Nach­hin­ein durch Anmel­dung, beim Ein­woh­ner­mel­de­amt den Künst­ler­name in den Per­so­nal­aus­weis ein­tra­gen las­sen. Hier­für ist die Glaub­haft­ma­chung der über­re­gio­na­len Nut­zung des Namens not­wen­dig. Dazu kann der Namens­trä­ger alle mög­li­chen Unter­la­gen ein­rei­chen, wie z.B. Mit­glied­schaft in einem Künst­ler­ver­ein, Flyer, Zei­tungs­ar­ti­kel, Ver­an­stal­tungs­zeit­schrif­ten, Abrech­nun­gen unter dem Künst­ler­na­men, Domain­re­gis­trie­run­gen oder die Mar­ken­an­mel­dung und Ähnli­ches. Es liegt dann aller­dings im Ermes­sen der Behörde die Ein­tra­gung zu bewil­li­gen. Der Vor­teil der Ein­tra­gung liegt auf der Hand: nur so kann ein­deu­tig die Zuord­nung des Künst­ler­na­mens zu einer Per­son vor­ge­nom­men werden.

Mit dem Künst­ler­na­men steht dem Betrof­fe­nen an die­sem auch ein Namens­recht zu aus dem er recht­lich gegen Ver­let­zer sei­nes Namens vor­ge­hen kann (§ 12 BGB) ...

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