BVerwG - Kraftwerk Moorburg darf mit der geplanten Durchlaufkühlung vorläufig in Betrieb gehen

von Dr. Peter Nagel

(LEXEGESE) - Das Bun­des­ver­wal­tungs­ge­richt (BVerwG) in Leip­zig hat mit Be­schluss vom 16. Sep­tem­ber 2014 (Az. 7 VR 1.14) einen An­trag des Bun­des für Um­welt und Na­tur­schutz e.V. (BUND) auf An­ord­nung der auf­schie­ben­den Wir­kung sei­ner Klage gegen die der Vat­ten­fall Eu­ro­pe Ge­ne­ra­ti­on AG durch die Freie und Han­se­stadt Ham­burg er­teil­te was­ser­recht­li­che Er­laub­nis für das Stein­koh­le­kraft­werk Moor­burg an der Ham­bur­ger Süd­er­el­be ab­ge­lehnt.

I. Sachverhalt

Das von Vat­ten­fall auf­grund einer be­stands­kräf­ti­gen im­mis­si­ons­schutz­recht­li­chen Ge­neh­mi­gung er­rich­te­te Kraft­werk soll im Wege der Durch­lauf­küh­lung unter Ent­nah­me von ma­xi­mal 64 m3 /s Elb­was­ser be­trie­ben wer­den; al­ter­na­tiv ist der Be­trieb mit­tels Kreis­lauf­küh­lung mit einer ma­xi­ma­len Ent­nah­me­men­ge von 1 m3 /s mög­lich. Die zur Was­ser­ent­nah­me er­teil­te, für so­fort voll­zieh­bar er­klär­te was­ser­recht­li­che Er­laub­nis ent­hält zahl­rei­che Be­schrän­kun­gen für Sau­er­stoff­man­gel­si­tua­tio­nen wäh­rend der Som­mer­mo­na­te bis hin zur Ein­stel­lung der Durch­lauf­küh­lung.

Das Ober­ver­wal­tungs­ge­richt Ham­burg hat die was­ser­recht­li­che Er­laub­nis auf die Klage des BUND hin wegen Ver­sto­ßes gegen das was­ser­recht­li­che Ver­schlech­te­rungs­ver­bot auf­ge­ho­ben, so­weit sie die Ent­nah­me und Wie­der­ein­lei­tung von Elb­was­ser zum Zweck der Durch­lauf­küh­lung be­trifft. Wäh­rend des an­schlie­ßen­den, von Vat­ten­fall und der Stadt Ham­burg an­ge­streng­ten Re­vi­si­ons­ver­fah­rens hat der BUND nach Auf­nah­me des Pro­be­be­triebs Eil­rechts­schutz be­an­tragt, um die für den Herbst die­ses Jah­res ge­plan­te Auf­nah­me des Re­gel­be­triebs mit­tels Durch­lauf­küh­lung zu ver­hin­dern.

II ...

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