Wann ist die Internetwerbung eines Telekommunikationsunternehmens für eine Spielekonsole irreführend?

23 Sep, 2014 Allgemein, News, Rechtliches, Urteile Share on Facebook

In einem aktuellen Urteil hat das OLG Düsseldorf entschieden, dass eine Irreführung vorliegt, wenn in einer Internetwerbung eines Telekommunikationsunternehmens eine Spielekonsole zu einem Kaufpreises von 49,90 € beworben wird, wenn erst im weiteren Bestellvorgang mitgeteilt wird, dass das Angebot den Abschluss eines Mobilfunkvertrages zu dem Tarif “Mobile Internet Starter” zum Preis von monatlich 19,90 € mit einer Mindestlaufzeit von 2 Jahren voraussetzt. Aus der Werbung werde nicht hinreichend deutlich, dass es sich um ein Koppelungsangebot (Gerät in Verbindung mit einem Mobilfunkvertrag) handelt. Vielmehr werde der Eindruck erweckt, die Spielekonsole sei bereits gegen die einmalige Zahlung von 49,90 € zu erhalten. Es werde nicht verkannt, dass der Verkehr mittlerweile an Koppelungsangebote gewohnt sei. Wenn er daher auf der Internetseite eines Telekommunikationsunternehmens zum Beispiel ein besonders preisgünstiges Mobiltelefon sehe, werde er möglicherweise damit rechnen, dass dies dem Absatz von Mobilfunkverträgen dient ...

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