Rezension Zivilrecht: Onlinevertriebsrecht

von Dr. Benjamin Krenberger

Riedel, Onlinevertriebsrecht, 1. Auflage, Carl Heymanns 2014


Von RA Florian Decker, Saarbrücken



Der Onlinevertrieb, so begründet Riedel im Vorwort die Grundlage seines Schaffens, sei der stetig wachsende Vertriebskanal in der Welt. Zentral sei dabei, dass dieser „Kanal, stärker von kleinen Unternehmen mit weniger als zehn Mitarbeitern genutzt“ werde, was zu einigen Besonderheiten des Onlinevertriebes führe, die „sich aufgrund der häufig geringen Unternehmensgröße und der damit verbundenen sehr knappen Personalstruktur und Lagerkapazitäten ergeben“. Auch würden dabei „Landesgrenzen problemlos überschritten“. So stoße nicht zuletzt auch das nationale „Recht schnell an seine Grenzen“. Das Onlinevertriebsrecht umfasse dabei – so Riedel – „ein breites Spektrum anzusprechender Rechtsbereiche“. Man sei als Praktiker oft mit Rechtsproblemen konfrontiert, die weit über das „spezifische Kauf- und Handelsrecht“ hinausgehen. Neben dem Immaterialgüterrecht müsse der Berater u.a. auch über Kenntnisse im Recht des unlauteren Wettbewerbs, dem Gesellschaftsrecht, dem Datenschutzrecht, dem Medienrecht und der spezifischen Informations- und Kennzeichnungspflichten verfügen. Der Autor hat das vorliegende Handbuch mit dem Ziel vorgelegt, wagt den Versuch, „den im Onlinevertriebsrecht tätigen Juristen oder Unternehmer einen praxistauglichen Ratgeber an die Hand zu geben, mit dessen Hilfe die wichtigsten Problematiken des Alltages gelöst werden können“.


Für ein Werk von etwa 450 Seiten hat der Autor sich hier ein Mammutprojekt vorgenommen. In der Tat dürften alle für den durchschnittlichen Onlinehändler wesentlichen Rechtsprobleme Erwähnung gefunden haben ...

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