Keine Schulaufnahme ohne bestandene Prüfung

Ist die vorgeschriebenen Aufnahmeprüfung zur Aufnahme in den zweiten Ausbildungsabschnitt einer Ausbildung nicht bestanden worden, kann der Auszubildende nicht vorläufig in den zweiten Ausbildungsabschnitt aufgenommen werden, wenn allgemein anerkannte Bewertungsmaßstäbe bei der Bewertung der Leistungen nicht verletzt worden sind. Die Bewertung obliegt den fachkundigen Lehrkräften, so dass es auf Einschätzungen von Mitschülern oder einer ehemaligen Kursleiterin nicht ankommt.

So hat das Verwaltungsgericht Gießen in dem hier vorliegenden Eilantrag entschieden und die vorläufige Aufnahme einer 36 Jahre alten Frau aus Marburg/Lahn in den zweiten Ausbildungsabschnitt an der Käthe-Kollwitz-Schule in Marburg abgelehnt. Die dreijährige Ausbildung der Frau besteht aus drei jeweils einjährigen Ausbildungsabschnitten. Den ersten Ausbildungsabschnitt hatte die Frau beim Verein “Arbeit und Bildung e.V.”, Marburg als Bildungsträger absolviert. Der bei diesem Ausbildungsweg vorgeschriebenen Aufnahmeprüfung zur Aufnahme in den zweiten Ausbildungsabschnitt, der an der Fachschule für Sozialwesen, der Käthe-Kollwitz-Schule zu absolvieren ist, unterzog sich die Antragstellerin Ende Juni 2014. Sie bestand die Prüfung nicht, weil ihre Leistungen nur mit ungenügend (schriftliche Prüfung) bzw. mangelhaft (mündliche Prüfung) bewertet wurden und sie damit die nach dem Notenschlüssel für die Aufnahme erforderliche Punktzahl nicht erreichte ...

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