Deutliche Kennzeichnung der Schwerbehinderung notwendig!

von K&K Bildungsmanufaktur

Um den besonderen Schutz und die Förderung nach dem SGB IX in Anspruch zu nehmen, muss ein schwerbehinderter Mensch die Eigenschaft schwerbehindert zu sein, deutlich in der Bewerbung ausweisen. Es reicht dabei nicht aus, diese Information im Anhang oder unauffällig in den Unterlagen zu positionieren. Vielmehr muss es im Anschreiben oder an geeigneter Stelle im Lebenslauf deutlich hervorgehoben werden. Zudem muss eine solche Mitteilung bei jeder Bewerbung erfolgen. Zu diesem Schluss kamen die Richter des Bundesarbeitsgerichtes in ihrem Urteil 8 AZR 759/13 vom 18.09.2014.

Der Kläger des zugrundeliegenden Falles hatte sich bei der Beklagten, Arbeitgeberin des öffentlichen Dienstes, im Jahr 2010 erstmalig auf eine Stelle beworben. Diese Bewerbung blieb trotz hinzugezogener Schwerbehindertenvertretung erfolglos.

Bei einer erneuten Bewerbung auf eine weitere Position bei der Beklagten, welche von einer anderen personalführenden Stelle als die erste Bewerbung bearbeitet wurde, erwähnte der Kläger seine Schwerbehinderung weder im Anschreiben noch im Lebenslauf. Vielmehr fügte er der Bewerbung eine Vielzahl von Anlageblättern und als Seite 24 eine Fotokopie seines Schwerbehindertenausweises bei ...

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