Begriffe des Verkehrsrechts, Teil 11: das Aufbauseminar

von Daniel Nowack

Die Welt der Juristen lebt von unzähligen Fachbegriffen. In meiner Ratgeberreihe “Begriffe des Verkehrsrechts” werde ich, welch Überraschung, einige Grundbegriffe, mit denen man im Rahmen verkehrsrechtlicher Probleme immer wieder rechnen muss, verständlich erläutern bzw. dies zumindest versuchen. So sollen Sie in die Lage versetzt werden, auch Fachbegriffe, die der Rechtsanwalt im Eifer des Gefechtes (oder weil er diese gar nicht mehr als Fachbegriffe wahrnimmt) nicht erläutert, zu verstehen und somit mit Ihrem Anwalt “auf einer Ebene” kommunizieren zu können.

Nachdem in Teil 10 der Serie der Begriff “Atemalkoholkonzentration” erläutert wurde, geht es heute um das Aufbauseminar.

Unter Aufbauseminar verstand man vor dem 1.5.2014 Veranstaltungen, mit denen freiwillig Punkte im Verkehrszentralregister abgebaut werden konnten. Im Zuge der Neuregelung des Punktesystems und weiterer Vorschriften war ursprünglich angedacht, das Aufbauseminar zwar weiter auf freiwilliger Basis anzubieten, jedoch nach Absolvierung keine Punkte mehr zu streichen. Dies wäre der Todesstoß für die Seminare gewesen, was dann um “5 vor 12″ auch der Gesetzgeber erkannt hat nun und zumindest eine kleine Abbaumöglichkeit vorsieht. Es hat sich allerdings der Name geändert: Aus dem Aufbauseminar ist nun das Fahreignungsseminar geworden.

Das Fahreignungsseminar soll mehrfach verkehrsauffällige Kraftfahrerinnen und Kraftfahrer dabei unterstützen, ihr Fahrverhalten zu ändern und sich zukünftig im Straßenverkehr regelkonform zu verhalten. Es wurde von Experten unter Federführung der Bundesanstalt für Straßenwesen (BASt) konzipiert.

Eingeführt wird eine neue Kombination aus verkehrspädagogischen und verkehrspsychologischen Elementen ...

Zum vollständigen Artikel


Cookies helfen bei der Bereitstellung unserer Dienste. Durch die Nutzung erklären Sie sich mit der Cookie-Setzung einverstanden. Mehr OK