Verkehrskontrolle: Atemalkoholtest dankend ablehnen

Au­to­fah­rer soll­ten sich gut über­le­gen, ob sie bei ei­ner Ver­kehrs­kon­trolle ei­nem Atem-Alkoholtest zu­stim­men. Den Test kann die Po­li­zei nicht er­zwin­gen – und die Chan­cen, ein­fach wei­ter­fah­ren zu dür­fen, ste­hen gar nicht schlecht.

Je­der hat wohl schon ein­mal bei ei­nem Re­stau­rant­be­such zwei oder drei Glä­ser Wein oder Bier ge­trun­ken und ist da­nach trotz­dem mit dem Auto nach Hause ge­fah­ren. Grund­sätz­lich ist das kein Pro­blem – es gilt die Grenze von 0,5 Pro­mille. Wenn man al­ler­dings in eine Po­li­zei­kon­trolle ge­rät, sind Ner­ven wie Stahl­seile ge­fragt – und da­bei im­mer recht freund­lich bleiben.

Foto: krü / pixelio.de

Ate­m­al­ko­hol­test ist nicht verpflichtend

Die Po­li­zei­be­am­ten wer­den den Fah­rer zu ei­nem Ate­m­al­ko­hol­test auf­for­dern – spä­tes­tens dann, wenn sie eine Al­ko­hol­fahne wahr­neh­men. Die­sem zu­zu­stim­men, ist man ge­setz­lich je­doch nicht ver­pflich­tet – die Po­li­zei darf den Fah­rer nicht dazu zwin­gen. Es gilt die ge­setz­li­che Un­schulds­ver­mu­tung und ein Ate­m­al­ko­hol­test soll dazu die­nen, den Ver­dacht ei­ner Trun­ken­heits­fahrt zu er­här­ten. Es ist da­her zu ra­ten, den Test dan­kend ab­zu­leh­nen, denn nie­mand muss sich selbst be­las­ten oder ak­tiv an sei­ner Be­las­tung mit­wir­ken. Kei­nes­falls darf sich der Ver­däch­tigte je­doch kör­per­lich zur Wehr set­zen oder Wi­der­stand leis­ten (be­achte: § 113 StGB)!

Frei­lich gilt das nur, so­lange die zu­läs­sige Pro­mil­le­grenze nicht of­fen­sicht­lich über­schrit­ten ist, etwa weil der Fah­rer deut­li­che An­zei­chen von al­ko­hol­be­ding­ten Aus­fall­er­schei­nun­gen auf­weist ...

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