Schwerbehinderung nur mit Ansage!

von Philip Stühler Walter

Schwerbehinderte Menschen haben schon so im Leben hinreichend Nachteile aufgrund ihres Handycaps, weswegen ihnen der Gesetzgeber an der einen oder anderen Stelle durchaus Vorteile gewährt, die andere Menschen dann eben nicht so haben. So schreibt beispielsweise § 71 SGB IX eine Beschäftigungspflicht des Arbeitgebers für schwerbehinderte Menschen vor, genießen sie aus §§ 85 ff SGB IX einen besonderen Kündigungsschutz und haben gemäß 125 SGB IX einen zusätzlichen Jahresurlaub von fünf Tagen, um hier nur mal die wichtigsten Vorteile schwerbehinderter Menschen im Arbeitsleben aufzuzählen. Das ist nur recht und billig und so mancher schwerbehinderte Mensch würde auf diese Vorteile wohl furchtbar gerne verzichten, wenn er dafür sein Handycap los wär.

Ein besonderer Vorteil gegenüber dem öffentlichen Arbeitgeber besteht darin, dass dort Schwerbehinderte auf jeden Fall zu einem Vorstellungsgespräch geladen werden müssen (§ 82 S.2 SGB IX). Hierauf berief sich ein schwerbehinderter Kläger, der sich zwar (wiederholt) auf eine Stelle im Öffentlichen Dienst beworben hatte, jedoch nicht zum Bewerbungsgespräch geladen wurde. Deshalb verlangte er ein Entschädigung, weil er meinte, aufgrund seiner Schwerbehinderteneigenschaft benachteiligt gewesen zu sein.

Im Ergebnis allerdings ohne Erfolg ...

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