Ruf nach mehr Qualifikation!

Laut dem Bundesverband der Datenschutzbeauftragten (BvD) fehlt fast der Hälfte der Datenschutzbeauftragten in Deutschland die notwendige Qualifikation für ihre Aufgabe.

Theorie und nichts dahinter?

Marco Biewald, Sprecher des Berufsverband der Datenschutzbeauftragten (BvD), äußerte sich gegenüber der Nachrichtenagentur dpa dahingehend, dass

„zwar viele eine theoretische Ausbildung hätten. Zahlreiche wüssten aber nicht, wo in einem Unternehmen etwa die Risiken in einem Netzwerk lauerten.“

Voraussetzungen für den Beruf „Datenschutzbeauftragter“

Herr Biewald liegt mit seiner Äußerung nicht falsch. Tatsächlich gibt das Gesetz in § 4f Abs. 2 BDSG lediglich vor, dass zum Beauftragten für den Datenschutz nur bestellt werden darf,

„wer die zur Erfüllung seiner Aufgaben erforderliche Fachkunde und Zuverlässigkeit besitzt“,

wobei sich die erforderliche Fachkunde

„insbesondere nach dem Umfang der Datenverarbeitung der verantwortlichen Stelle und dem Schutzbedarf der personenbezogenen Daten, die die verantwortliche Stelle erhebt oder verwendet“

bestimmt.

Eine klassische Ausbildung oder ein Universitätsstudium zum Datenschutzbeauftragten gibt es nicht und dies sieht das Gesetz auch nicht als Voraussetzung vor. Auch Qualifikationen durch z.B. eine TÜV-Zertifizierung sind nicht zwingend erforderlich. Sowohl der TÜV als auch Unternehmen und Interessenverbände bieten derartige Kurse in diesem Bereich an, aber das so angehäufte Wissen stößt der Erfahrung nach in der Praxis schnell an seine Grenzen.

Fakt ist, dass eigentlich jedermann Datenschutzbeauftragter werden kann.

Sind „Fachkunde“ und „Zuverlässigkeit“ ausreichende Kriterien?

Die u.a ...

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