Kann die Farbe Gelb als Marke geschützt werden?

Wer würde es nicht für ein Märchen halten, dass es in Deutschland verboten sein könnte, eine Lieferung in gelber Farbe zu verpacken? Goethe stellte in seinem bahnbrechenden Buch „Zur Farbenlehre“ aus dem Jahre 1810 u.a. fest, dass das menschliche Auge die Farben hauptsächlich als Nachbilder und Simultankontraste selbst erzeugt. Also nicht derjenige, der eine Farbe verwendet, ist genau genommen als Urheber tätig, sondern die Farbe bildet sich überhaupt erst im Auge des jeweiligen Betrachters. So etwas kann man doch nicht urheberrechtlich schützen, würde man meinen. Weit gefehlt, so sieht das nämlich die geltende deutsche Rechtsprechung. Die Durchsetzung solch eines Verbots ist gerade einem bedeutenden Verlag gelungen, in Form des gerichtlichen Schutzes der Farbe Gelb bei der Verpackung von Wörterbüchern gerade offiziell abgesegnet (Az. I ZR 228/12). Die schriftliche Urteilsbegründung liegt noch nicht vor. Am 04.10 ...Zum vollständigen Artikel


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