Grundlagenwissen: Hemmung der Verjährung

von Silke Wollburg

Grundlagenwissen: Hemmung der Verjährung

Während früher zwischen der Hemmung und der Unterbrechung der Verjährung un­terschieden wurde (Hemmung: Zeit wird nicht mitgerechnet; Unterbrechung: Frist beginnt neu zu laufen) ist nunmehr grundsätzlich nur noch die Hemmung von Verjährungsfristen vorgesehen. Lediglich in § 212 BGB ist ein Neubeginn der Verjährung vorgesehen bei Anerkenntnis oder Vollstreckungshandlung.

Bei Rechtsverfolgung wird die Verjährung gem. § 204 I Nr. 1 BGB grundsätzlich erst mit Rechtshängig­keit gehemmt, d.h. mit Zustellung der Klage an den Klagegegner. Ist Prozesskosten­hilfe beantragt, so muss das Gericht aber erst über die Gewährung der Prozesskos­tenhilfe entscheiden, bevor die Klage zugestellt wird. Da hierbei einige Zeit verstrei­chen kann, sieht § 204 I Nr. 14 BGB vor, dass die Verjährung auch durch die Stellung eines Prozesskostenhilfeantrags gehemmt wird. Soweit die Parteien Verhandlungen über den Anspruch oder die anspruchsbegrün­denden Tatsachen führen, ist die Verjährung nach § 203 BGB gehemmt ...Zum vollständigen Artikel


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